Wie man mit einem inhaltslosen Artikel eine halbe Seite in der “Saarbrücker Zeitung” füllen kann, hat der SZ-Redakteur Dietmar Klostermann mit seinem überflüssigen Artikel unter der Überschrift “Saar-Piraten zeigen ihr Gesicht” vorgeführt. Obwohl er in einem Kommentar zu seinem eigenen Artikel feststellte, dass es bei den Piraten keine inhaltlichen Auseinandersetzungen gab – weil sie ja noch programmlos und ahnungslos sind – hat er langatmig lauter Geschichtchen erzählt, die mit der Wahlentscheidung rein gar nichts zu tun haben. Warum belästigt uns Herr Klostermann in seinem geistlosen Artikel damit, dass bei dem Parteitag “die Balkone im Bürgerhaus mit den orangenen Fahnen der im Saarland inzwischen 300 Köpfe starken Piratenpartei behängt waren” ? Hat das auf die Wahlentscheidung irgendeinen Einfluss ? Welchen Erkenntniswert hat Klostermanns Bericht “Von den Lampen hingen bunt-glitzernde Lametta-Fäden, die vom Karneval kündeten und dem Parteitag einen schillernden Look verpassten” ? Zu den Albernheiten in Klostermanns langatmigem und völlig überflüssigem Artikel gehört auch die Feststellung, dass die – übrigens nur mit magerem Ergebnis gewählte – Spitzenkandidatin “auch als Gothic-Model im Internet posiert”. Welche politischen Folgerungen soll ich als Wähler daraus ziehen ? Es wäre gut, wenn sich die Wahlartikel-Schreiber der Saarbrücker Zeitung künftig an den alten Focus-Spruch erinnern würden “Fakten, Fakten, Fakten” und nicht etwa wie bei Klostermann “Banales, Banales, Banales”. Wenn eine Partei kein Programm hat, dann kann man das in einem einzigen Satz nüchtern feststellen und sich weiteres Gelabere sparen, das nur dazu dient, die Seiten zu füllen. Es wäre schön, wenn künftige Wahlartikel in der Saarbrücker Zeitung der Information und nicht der Volksverdummung dienen würden. Einer programmlosen politischen Gruppierung so viel Raum zu geben ist gegenüber dem Leser eine Zumutung. Es gibt genügend Parteien, die klare Vorstellungen haben, wie es im Saarland weitergehen soll. Man darf gespannt sein, ob die Sarbrücker Zeitung künftig sachlicher berichtet und solch plumpe und grundlose Jubelartikel unterlässt. Hätte Herr Klostermann über eine Faschingssitzung berichten wollen, dann hätte sein Artikel zu diesem Zweck durchgehen können. Für einen Bericht über eine politische Organisation und ihren Wahlk(r)ampf war sein Beitrag jedoch zu dürftig. Es ist leider häufig so, dass – auch in anderen Medien – auf banale Äußerlichkeiten und Nebensächlichkeiten mehr Wert gelegt wird als auf den Inhalt. Da kritischer Journalismus manchmal fehlt, konnte es immer wieder vorkommen, dass politische Blender und Wichtigtuer hochgejubelt wurden, obwohl sie keinerlei politische Substanz haben.
” Landtagswahl im Saarland:
Piraten ohne Programm und Personal”
Besser kann man es nicht ausdrücken.
Bestellen
Merianheft Saarland
